Remain In Light
Damals, also 1980, waren altgediente Talking-Heads-Fans einigermaßen - und angenehm! - überrascht von diesem Album. Ko-produziert und mitgeschrieben von Brian Eno, wurden Byrne und seine Leute begleitet vom Gitarrengott Adrian Belew, den Funklegenden Bernie Worrell an den Keyboards und Steven Scales als Perkussionist. Zusammen mit weiteren Mitspielern sorgte dies für einen weitaus volleren und funkigeren Sound als auf den Vorgängeralben. Die ersten drei Songs sind einzige, ausgedehnte Tanzparties, in denen musikalische, als auch Textzeilen unendlich oft wiederholt werden. Dazu kommen absolute Ohrwurmmelodien, die einem nach Tagen noch im Kopf umherschwirren. "Once in a Lifetime" war der große Hit, der rockigste Titel aber ist Nummer drei, "The Great Curve". Funk dominert hier den New Wave Sounds der Heads noch stärker als auf dem Vorgänger Album ,Fear Of Music' und die homogene Produktion Brian Eno's sorgt dafür, dass ,Remain In Light' als Ganzes, als Einheit wahrgenommen wird. Erstaunlich hier, dass trotz der Hauptzutaten - eben New Wave und Funk - ein durchgehend psychedelische Feeling vermittelt wird. Dass das hier - trotz jeder Menge elektronischem Sounds von Eno und den Synthesizer Gitarren von Belew - so groovt und tanzbar ist, ist irgendwie erstaunlich. ,Remain In Light' gilt gemeinhin als das Magnum Opus im Werk der Talking Heads, und strahlt 30 Jahre später immer noch eine ungeheure Faszination und Frische aus. Soundmäßig gut gealtert ist es sowieso.