Slowly Melting
Mit »Slowly Melting« präsentiert die Cellistin und Komponistin Janel Leppin ein fesselndes Soloalbum, auf dem ihre fuzz-saturierte Cello-Arbeit im Vordergrund steht. Über neun Tracks hinweg verbindet Leppin lyrische Melodien mit ausgedehnten Improvisationen und schafft eine dichte, gleichzeitig fragile Klangwelt, in der Fuzz-Effekte zu einem zentralen Ausdrucksmittel werden – wie sie selbst sagt: »This is my love letter to fuzz.« Erhältlich als CD und LP auf Cuneiform.
Das Album markiert auch einen Triumph über persönliche Hürden: Nach einer schweren Verletzung in ihrer College-Zeit musste Leppin über ein Jahr auf das Spielen verzichten. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sie neue Spieltechniken, erlernte zusätzliche Instrumente und vertiefte ihr kompositorisches Handwerk – Erfahrungen, die »Slowly Melting« seine besondere Tiefe und Ausdruckskraft verleihen. Von treibenden Momenten wie »Zonk« und »Dizzy« bis zu introspektiven, texturreichen Stücken wie »Slowly Melting« oder »Kaffa House« spannt Leppin einen Bogen zwischen avantgardistischer Experimentierfreude und unmittelbarer emotionaler Wirkung.