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Spidergawd sind klassischer Heavy Rock mit gigantischem Melodieverständnis, das teils poppige Züge annimmt. Twin-Gitarren zelebrieren dieses Melodieverständnis exzessiv, duellieren sich und feuern es an und alles steht auf einem solide klassischen NWOBHM Fundament. Für ihr achtes Album in elf Jahren Band-Geschichte haben Spidergawd einen überraschenden Titel gewählt: »From Eight to Infinity« oder »From 8 to âêž«. Damit beendet die Band die Verwendung römischer Titel, die sie für ihre vorherigen sieben Alben verwendet hatte. Ansonsten scheint vieles vertraut, wenn sie mit ihrem unverkennbaren Spidergawd-Sound, doppelten Gitarren, dreifachen Gesang und Bariton Saxophon in gewohnt aufwändigem Album Artwork stets wiedererkennbar bleiben. Natürlich bleiben die wichtigsten Referenzen wie Thin Lizzy und Motorhead offensichtlich. Aber während »VII« sich ein wenig an 80er-Jahre-Bands wie Rush, Adrian Smith und Boston anlehnen konnte, ist »From Eight to Infinity« in seinen Referenzen eher bei AC/DC und Cheap Trick auf der einen Seite und Metallica und Black Sabbath auf der anderen. Es gibt scheinbar immer noch keine Anzeichen dafür, dass Spidergawd einen Gang zurückschalten und die Band verspricht nicht nur im Titel eine große Zukunft. All das scheint vielversprechend für die anstehende Tour. Man konnte dies aber auch schon deutlich spüren bei den Support Shows für Judas Priest, ein Band-Traum, der in Erfüllung ging.
Solemn, dreamlike 1971 surf soundtrack Sea Of Joy documents a period of massive change for Sydney band Tully. For the previous two years, they had been arguably Australia’s most dynamic rock group, renowned for their wild, largely improvised concerts. Their rise was meteoric, from Sydney house band for tribal love-rock musical Hair in 1969, to starring in six-part ABC TV series Fusions and performing Peter Sculthorpe rock opera Love 200 at the Sydney Town Hall. By 1970, when they released their self-titled debut album, Tully were rock stars of a very rare order in Australian music, feted by highbrow critics and teenage groupies alike.Within a year, however, almost everything changed. Showstopping drummer Robert Taylor departed the band, swiftly followed by vocalist Terry Wilson, and the remainder of Tully joined forces with members of gentle, exploratory folk group Extradition. Suddenly Tully were rockers no longer.Flautist, clarinetist, saxophonist and de facto band leader Richard Lockwood had approached surfing director Paul Witzig after his now iconic 1969 film Evolution (for which Tully had contributed some music alongside Sydney colleagues Tamam Shud), offering to record an entire soundtrack to his next film. Witzig had agreed when Tully were a towering rock band, driven by Michael Carlos’ massive Hammond organ and Lockwood’s exploratory reeds, but by the time Sea Of Joy came to be recorded, they were a drummer-less, contemplative folk-psych outfit, dedicated to spiritual guru Meher Baba.Although unexpected, the results were luminous. Sea Of Joy radiates a serene purity, miles removed from what people generally think of as surf music, but as Witzig wrote on the back cover, “Tully are not surfers, but there proved to be many things common to both our worlds: a feeling for peace, beauty, simplicity and freedom.”New member Colin Campbell contributes I Feel the Sun, also recorded by Extradition for their lone, celebrated album Hush in 1971. The miraculous voice of Shayna Stewart is also heard for the first time in Tully on the Lockwood-penned title track. As an added bonus, a hissy radio interview tape reveals the band’s thoughts on Hair, Sea Of Joy and more, as well as illustrating the true extent of their early 70s reputation.Humble, disarming and sublime, Sea Of Joy is a record like very few others in the Australian rock canon.
Mit »So Far« setzte die Krautrock-Legende Faust 1972 ihre radikale Klangforschung fort. Nach dem experimentellen Debüt zeigt sich die Band hier strukturierter - aber nicht weniger subversiv. Die Songs wirken zugänglicher, doch unter der Oberfläche brodelt weiterhin Fausts anarchischer Geist.
Mit "Faust IV" veröffentlichte die Krautrock-Formation 1973 ihr zugänglichstes und zugleich widersprüchlichstes Werk. Nach zwei radikal experimentellen Alben und dem surrealen "Faust Tapes"-Sampler wagte die Band den Schritt ins professionelle Studio - und blieb dennoch ihrem anarchischen Geist treu. Entstanden in Virgin Records' "The Manor"-Studio, kombiniert das Album neue Aufnahmen mit Fragmenten früherer Sessions. Der Opener "Krautrock" parodiert den Genrebegriff mit hypnotischem Motorik- Groove und klanglicher Raffinesse. "The Sad Skinhead" überrascht mit Reggae-Anklängen und ironischen Texten, während "Jennifer" als frühes Dream-Pop-Vorbild gilt - schön und verstörend zugleich. Die zweite Albumhälfte zeigt Faust in freier Form: Elektronische Experimente, jazzige Improvisationen und dadaistische Klangcollagen wechseln sich ab. Der Abschluss "It's A Bit Of A Pain" vereint akustische Melancholie mit elektronischer Störung - ein Sinnbild für Fausts kreative Widersprüche. "Faust IV " ist ein vielschichtiges Dokument einer Band, die sich nie festlegen ließ.
Erstmals auf Vinyl: das Dub-Album der türkischen Psychedelic-Band. Gegründet 1999 von drei Schulfreunden in Ankara, bilden Hayvanlar Alemi seit Jahren die Sperrspitze der globalen Psychedelic-Bewegung. 2010 veröffentlichten sie auf dem Label Sublime Frequencies das Album »Guarana Superpower«, auf dem sie ihren Eklektizismus zur vollen Blüte brachten: Verbunden mit der goldenen Ära des türkischen Psychedelic-Rock, mit Surf-Musik, kambodschanischem Pop, westafrikanischen Gitarrenmotiven, traditioneller Musik des Nahen Ostens und der nötigen Indie-Rock-Härte empfahlen sich Hayvanlar Alemi als moderne Instrumentalband. Zeitgleich erschien damals das Internet-only-Album »Visions Of A Psychedelic Ankara«, mit dem sich die Band den Traum eines Dubalbums erfüllte. Das Label Glitterbeat Records veröffentlicht die Aufnahmen auf limitiertem (180-Gramm-)Vinyl im Klappcover. Seite A enthält das komplette Album »Visions Of A Psychedelic Ankara«, Seite B eine Sammlung verwandter, bis dato unveröffentlichter Songs: »Selected Visions (2009-2011)«.
Wiedergänger von Joy Division? Die Engländer beim Ausflug ins Postpunk-Gefilde.The Horrors melden sich zwei Jahre nach ihrem Debütalbum "Strange House" zurück. Und sie überraschen nicht nur die Fachpresse: Der englische NME jubelte: "Amazing - die Überraschung des Jahres!" und hörte Einflüsse von Bauhaus und Echo & The Bunnymen bis hin zu Killing Joke und Spacemen 3 heraus. Aus der Surf-Punk-Monster-Komik-Kapelle ist tatsächlich ein veritabler Widergänger von Joy Division geworden. Mit leicht angegruftetem Shoegazer-Sound in der Tradition von 80er-Jahre-Postpunkbands überzeugt das Quintett auf ganzer Breite und hat nun offensichtlich seinen eigenen Stil gefunden, mit dem es auch Fans von Editors und Interpol begeistern wird. Die Suche nach dem neuen Sound wurde im Studio übrigens von Chris Cunningham und Geoff Barrow (Portishead) unterstützt.